Barbara Erskine: Die Königin des Feuers

Taschenbuch: 864 Seiten
Verlag: Heyne Verlag (1. September 2009)
ISBN-10: 3453406591
ISBN-13: 978-3453406599


Klappentext:
Eine geheimnisvolle Brosche führt die junge schottische Wissenschaftlerin Vivienne Rees in die Welt der keltischen Königin Cartimandua. Schon bald scheint ihr Leben unheilvoll mit dem tragischen Schicksal der kämpferischen Regentin verknüpft zu sein. Eine gefährliche Reise in die Vergangenheit beginnt.

„Die Königin des Feuers“ ist Barbara Erskines neunter Einzelroman, von denen ich lediglich die ersten drei „Die Herrin von Hay“, „Königreich der Schatten“ und „Die Tochter des Phoenix“ kenne.

Mit „Die Königin des Feuers“ hat Erskine einen weiteren Roman geschaffen, der sowohl in der Vergangenheit als auch in der Gegenwart spielt. Ihr gelingt es dabei erneut sehr gut, beide Handlungsstränge fließend miteinander zu verknüpfen und den Leser zu fesseln; vor allem mich, die ich bis kurz vor Schluss nicht wirklich wusste, wohin dieses Buch führt und wie viele Überraschungen es noch für mich bereit hält.

Dabei ist die Handlung durch die Bank spannend: Die Berührung eines archäologisches Artefaktes, bekannt als die „Cartimandua-Nadel“, konfrontiert Vivienne Rees, Wissenschaftlerin und Dozentin, mit ihrem Alter Ego der Eisenzeit: Cartimandua, dereinst Hochkönigin von Brigantia. Doch nicht nur Vivienne taucht immer weiter in die Irrungen der Vergangenheit ein; auch Cartimanduas Ehemann Venutius und ihre Widersacherin Mebd suchen sich mehr oder weniger willige und fähige Sprachrohre in der Gegenwart. Jede der drei Figuren der Vergangenheit möchte ihre Sichtweise der Geschehnisse festgehalten wissen und so erzählt Erskine im Wechsel mit der Geschichte der Gegenwart um Vivienne die fiktive Geschichte der historisch belegten Cartimandua. Dabei geht es hauptsächlich um unerledigte Konflikte, deren Auflösung über den Tod hinaus bis zur Gegenwart warten mussten, obgleich die „Sprachrohre“ der drei Figuren aus der Eisenzeit in ihrem wirklichen Leben der Gegenwart mehr und mehr den Verstand zu verlieren glauben.

Erskine ließ mir keine Verschnaufpause und ich bin froh, dass ich gezwungen war, das Buch in kleineren Etappen zu lesen; so konnte ich die Kapitel reflektieren und sie auf mich wirken lassen. Je mehr sich die Vergangenheit im Jetzt manifestierte, umso mehr litt ich mit den Protagonisten der Gegenwart, fragte mich aber gleichzeitig, wohin dieser ganze Konflikt noch führen würde. Der Spannungsbogen in diesem Buch wird nicht nur gehalten, er wird stetig gespannt; man möchte zum Schluss fast glauben, dass er reißt, doch der rote Faden, der sich durch die ganze Handlung zieht, führt den Leser unermüdlich zum Showdown, der mich persönlich sehr überrascht hat.

Fazit: Ein interessanter, gut aufgebauter, packender Roman mit einem ausgewogenen Verhältnis zwischen Fakten und Fiktion. Lesenswert für alle, die historische Romane mit einem Hauch von Mystik mögen.

Meine Wertung: Schulnote 1,8

Weitere Bücher von Barbara Erskine:
  • 1988 Die Herrin von Hay (1986 Lady of Hay)
  • 1992 Königreich der Schatten (1988 Kingdom of Shadows)
  • 1994 Die Tochter des Phoenix (1992 Child of Phoenix)
  • 1995 Mitternacht ist eine einsame Stunde (1994 Midnight is a Lonely Place)
  • 1997 Der Fluch von belheddon Hall (1996 House of Echoes)
  • 1999 Am Rande der Dunkelheit (1998 On the Edge of Darkness)
  • 2001 Das Lied der alten Steine (2000 Whispers in the Sand)
  • 2003 Die Schatten von Mistley (2002 Hiding from the Light)
  • 2008 Die Königin des Feuer (2006 Daughters of Fire)
- in: 5a Rezensionen Fantasy 1152 mal gelesen

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