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Auszug aus Schachmatt, die Liebe und der Tod": Irgendwo auf dem Weg westwärts, Mitte April 1870 War er noch am Leben? Oder war dies schon die Hölle, die ihn zweifelsohne erwarten musste? Vater war nirgends zu sehen – und da Antonio felsenfest glaubte, seine Eltern wären bei ihrem Tod in den Himmel aufgefahren, war er folglich hinabgestiegen in die Tiefen der Verdammnis. Aber: Spürte man in der Hölle irdischen Schmerz, sollte das am Ende gar Bestandteil der ewigen Pein sein, die einen dort erwartete? War es nicht genug an Leid gewesen, als die beiden Helfer des Teufels in Person auf ihn eingedroschen hatten? In den ersten Tagen seit seiner Misshandlung hatte er die Ereignisse zunächst nicht begriffen, sie einfach nur zur Kenntnis genommen. Was Alejandro ihm gesagt hatte, war zu ungeheuerlich, zu weitreichend gewesen – und letzten Endes auch kaum zu glauben. Sollte es wirklich schon damals begonnen haben, sein bedauerlicher Weg des Lebens? War derartige Boshaftigkeit überhaupt möglich? |
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| Als die lähmenden Schmerzen in Gesicht und um die Körpermitte herum abklangen und anderem, nicht minderem Schmerz wichen, wurde er sich erstmals seiner Umgebung bewusst. Er lag am Boden einer dunklen Kammer. Als er dachte, verdursten zu müssen, kam jemand und entleerte einen Eimer Wasser über seinem Kopf. Antonio hatte sich zahlreiche Splitter in die Zunge gerammt, als er versucht hatte, das Nass aufzulecken. Seither war er vier Mal auf diese Weise getränkt worden. Als er den Boden mit seinem eigenen Urin benässte, versuchte er, sich wie ein Reptil fortzubewegen; doch die Hände waren hinter seinem Rücken gefesselt, die Beine an Knie und Knöchel verbunden; es musste ein Tageswerk gewesen sein, an die Stelle zu gelangen, an der er jetzt lag. Mehr zu "Schachmatt, die Liebe und der Tod" demnächst. auf diesem Blog... Mehr Leseproben gibt es hier |
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Gästebuch
Susanne Pilastro - 1. Okt, 11:13
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